madamau
guitars

gitarren

stahlsaitengitarre (dz, sh)

hybridgitarre (dz,sh)

hybridgitarre (dz,bh)

hybridgitarre (dz,sh)

zweilochgitarre (dz,zl)

stahlsaitengitarre (dz)

zwölfsaitige gitarre

e-gitarre

cutawaygitarre

elektroakustische gitarre

e-gitarre tatoo

andere saiteninstrumente

busuki / bouzouki

4saitige gitarre

gitarron

6 saitige e-geige

messungen

reverenz

decke / lack

deckenbalken

boden

schallloch

intonation

links

kontakt

reparaturen

gitarrenbau

saitenzugkräfte

ansichten

mdm produktion / CD Verkauf

Intonation

Ein sehr heikles Tema! Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Saiten, die Saitenlänge, die Qualität der Mechaniken und die Fähigkeit zu Stimmen, respektive die Qualität der Stimmgeräte. Ich bin mit meinem Bouzouki mit verschiebbarem Steg und verschiedenen Stimmgeräten der Sache nachgegangen. Die ganzen Messungen beruhen auf einfachen empirischen Tatsachen. Ich kann dafür keine physikalische Erklärung abgeben. Jeder Gitarrist hat ja beschränkt selber die Möglichkeit der Sache nachzugehen.

Tonhöhenverhalten

Tonhöhenverhalten verschieden dicker Saiten mit verschiedenen Tonhöhen bei gleicher Mensur (Saitenlänge ). Gemessen wird in der Oktave im 12. Bund. Ist der Ton in der Oktave im Verhältnis zum Grundton rein oder ist er zu hoch oder zu tief. Muss also die Mensur verlängert oder verkürzt werden bis sich Reinheit einstellt. Um also z.B. eine neue Stahlsaite bei einer Gitarre mit der Dicke von .026 in der Tonhöhe von D3 bei einer Mensur von 63,5 rein zu bekommen muss jene auf 63,85 verlängert werden; siehe Tabelle unten.

Bei diesen Messungen bin ich von einer Mensur von 63,5 cm ausgegangen.                                                           Hier als erstes mit alten Saiten(6 Monate alt /schwarze Zahlen) dann mit neuen Saiten(blaue Zahlen)

Tonhöhe

4.Saite/ .026w                 3.Saite/ .015                    2.Saite/ .011                   1.Saite/ .008                   

A2     64,65/ 64,2

E3     64,8/   64,4

A3   64,55/     64,23

Cis 4  64,4/     64,15

B2     64,5/   64,1

F3     64,8/   64,2

B3   64,55/     64,2

D4     64,6/    63,95

C3     64,3/   64

G3   64,4/    64,1

C4   64,5/        63,9

E4     64,1/    63,7

D3     64,1/   63,85

A3   64,25/   64

D4   64,15/     63,87

 

E3     64,1 / 63,8

H3     64,15/  63,9

E4     63,95/    63,77    

 

Fis3   64,5/   63,65

Cis4 63,95/   63,83

 

 

Die folgende Tabelle zeigt die Verstimmung der (neuen) Saiten in Cent an bei einer Mensur von 63,5. (Wenn also die Mensur nicht korrigiert wurde.) Gemessen mit dem Software- Stimmgerät AP-Tuner. Um eine gewisse Vorstellung zu bekommen ist es gut zu wissen, dass 100 Cent einem 1/2 Tonschritt entsprechen. 20 Cent sind also etwa 1/9 Tonschritt.

Tonhöhe

4.Saite/ .026w                   3.Saite/ .015                   2.Saite/ .011                   1.Saite/ .008

A2               20 Cent

E3               22

A3             16

Cis4           10

B2               16

F3               20

B3             13

D4               8

C3               14

G3               18

C4             10

E4               6   

D3                 9

A3               14

D4               7

 

E3                 6

H3               12

E4               4

 

Fis3               4

Cis4             8

 

 

Kommentar: Es zeigt sich, dass je dünner eine Saite ist, desto mehr nimmt ihre Unreinheit zu, desto höher wird der Oktavton im Verhältnis zum Grundton, desto mehr muss die Mensur korrigierend verlängert werden. Daraus kann gefolgert werden, dass für jede Saitensatzstärke eigentlich die Mensur angepasst werden müsste; also ein Medium-Satz kann bei gleicher Mensur nicht gleich rein sein wie ein Extra-Light. (Auf die obige Tabelle eingehend ist der Medium-Satz, da härter, wahrscheinlich reiner.)

Die nächste kleine Messung betrifft Nylonsaitengitarren. Jeder, der eine solche Gitarre besitzt, kann diese Messung mit einem Stimmgerät nachvollziehen. Natürlich muss er sich auf die jeweilige Mensur beziehen. Bei klassischen Gitarren ist dies 65 oder 66cm, somit ist die Spannung der Saiten etwas höher als bei meiner Mensur von 63,5cm. Die schwarze Zahl zeigt die korrigierte zur Reinheit benötigte Mensur, die blaue die Unreinheit in Cent bei unkorrigierter Mensur von 63,5cm.

E2

A2

D3

G3

H3

E4

63,6   /   4Cent

63,6   /   3

63,6 /  4

64,05  /   16

63,9 /    10

63,85 /  12

Kommentar: Die tiefen umsponnen Nylonsaiten sind offensichtlich die reinsten Saiten, die es gibt. Bei den drei Hohen, speziell dem G3 müssten die Mensuren verlängert werden. Uebrigens; bei Stahl wie Nylonsaiten wird ersichtlich, dass Mensurkorrekturen in einer Verlängerung derselben bestehen, dass also die Tonhöhe bei unkorrigierter Mensur zu hoch ist.(Alle Centangaben sind also als plus zu verstehen.)

Hier meine Mensurkorrekturen für Stahlsaiten, Mensur 63,5cm für einen Extra-Light Satz.

E2

A2

D3

G3

H3

E4

64

63,9

63,85

63,75

63,8

63,6

Mensurkorrekturen für Nylonsaiten Medium, Mensur 65cm

E2

A2

D3

G3

H3

E4

65

65

65

65,4

65,3

65,25

Abschliessend kann man sagen, dass noch die Faktoren Stimmgerät, Mechaniken und die Saitenqualität eine Rolle spielen. Stimmgeräte sind ebenfalls leichten Schwankungen ausgesetzt, auch wenn sie mit Hochpräzision werben. Vorallem die Ablesbarkeit lässt oft zu wünschen übrig. Auch sehr gute Mechaniken sind nicht absolut präzise einzustellen, sodass auch hier eine kleine Fehlerquote dazukommt. (Steinberg sind am präzisesten einstellbar) Und zu guter Letzt haben auch Saiten Streuungen sind nicht immer gleich rein. Summa summarum können nach meiner Erfahrung Schwankungen von +2 bis -2 Cent als gut bezeichnet werden und die meisten Gitarren können einen solchen Wert nicht erreichen.